Tauchsafari Sudan 5. – 14. März 2017

Teilnehmer:
Markus (Organisator), Gudrun, Susanne, Joachim, Doris, Christian, Frank

Anreise:
Nach leichten Anlaufschwierigkeiten bezüglich Treffpunkt, Uhrzeit, Fahrer, Vermissten etc., fuhren wir dann ab Lonetal im Konvoi Richtung München.
Dort die Autos geparkt und eingecheckt, reichte es sogar noch für 2 letzte bayrische Weißbiere vor dem Boarding. Pünktlich gegen 21.30 Uhr Abflug nach Dubai im schönen A380. Ankunft in Dubai um 6:30 Uhr Ortszeit (-3h) mit anschließendem 6h Aufenthalt im Flughafen, der uns durch vermisste Boardingtickets und Visa verkürzt wurde.
Mit 1h Verspätung dann um 13.30 Abflug nach Port Sudan in edelster Holzklasse, freilich ohne Getränke, Essen, Video…
Bei Ankunft in Port Sudan der erste Schreck, ein Tauchgepäck wurde vermisst. Die dortige Gepäckausgabe auf Vordermann gebracht und alles war im Lot, bis auf das beunruhigende Gefühl, da wir unsere Pässe abgeben mussten.
20 Minuten Busfahrt später waren wir dann endlich am Hafen und konnten unsere Schuhe für die kommende Woche in einer Kiste auf Deck verstauen, endlich ist es warm und es gibt Essen / Trinken. Noch kurz das Tauchequipment zusammen gebaut, Gepäck verstaut und wir hatten dann noch einen gemütlichen, müden Abend im Hafen von Port Sudan. Um 4Uhr nachts legte die Seawolf Dominator ab und brachte uns zum ersten Tauchspot.

Tauchen:
Erster Tauchtag: 8 Uhr wecken. Nach dem Frühstücken dann Briefing und ab zum Check-Dive. Dieser wurde von ein paar von uns, nach dem Bestimmen der Bleimenge abgekürzt und es folgte die erste Zurechtweisung durch den Guide. Aber der Tauchgang war klasse. 5 große Napoleons gleichzeitig, Thunfisch, Muräne und beim 2. Tauchgang die ersten Weißsspitzenriffhaie. Sehr schön. Den Barrakuda gab es dann leider nur zum Abendessen. Das Tauchen lässt sich schon mal gut an hier.

Ab Mittwoch dann ganz normaler Safari-Alltag:
Ca.6:30 Uhr wecken,
7.00 Uhr Tauchen, anschließend Frühstück,
10:30 Uhr Tauchen
12.00 Uhr Mittagessen
14:30 Uhr Tauchen
Entweder Nachttauchen oder warten auf das Abendessen mit geschmuggeltem Bier.
Abends weiter Bier für 4€/Dose auf Deck und gegen 23 Uhr ins Bett.
Die Riffe im Sudan, zumindest im Süden sind alle voll intakt. Sehr fischreich, tolle Korallen. Wir haben die ersten vier Tage kein anderes Schiff oder Boot, geschweige denn ein Tauchboot gesehen, sehr cool. Ab und zu hatten wir Riffhaie Black-, Whitetip- oder graue Riffhaie – Silkys und einzelne Hammerhaie.
Abends hatten wir einmal die Möglichkeit mit Delphinen zu Schnorcheln, das taten aber nur drei von uns. Es ist ein sehr schönes Tauchen im Sudan weit ab von jeglichem Tauchtourismus, sehr schöne Riffe mit tollem Korallen Bewuchs. Nur eben das absolute Knaller-Erlebnis unter Wasser hat uns gefehlt – worauf wir aber alle sehnsüchtig warteten.

Von einem einzelnen verwöhnten, bereits Sudan geschädigten Taucher, kam dann die Aussage „Das ist ja Tauchen wie im Mittelmeer“ – was sicher keinesfalls ernst zu nehmen war.
Schlimm wurde es dann am Freitag. Wir waren heute als zweite Gruppe um 7 Uhr dran. Ganz schöner Tauchgang eigentlich, ohne ein besonderes Highlight, wenn man das bei Tauchgängen im Sudan überhaupt sagen darf.
Aber die erste Gruppe hatte eine Hammerhaischule mit ca. 20-30 Exemplaren gesehen. Wir natürlich nicht. Dann kam leichter Unmut auf, weil die restliche Gruppe unbedingt an dem Riff noch einen weiteren Tauchgang machen wollte – Zum Glück. Wir waren als erste dran. Vom Zodiak ab auf 40m ins Blauwasser stellen und hoffen…
Nichts…
Schon auf dem Rückweg zum Riff dann wildes Fuchteln des Tauchguides. Also, wieder 50m weg vom Riff gepaddelt. Und da waren sie dann, tatsächlich. Eine Hammerhaischule von über 100 Tieren, bis auf ca.5 – 10m an uns dran.
Das Schauspiel dauerte nur knapp 5 Minuten. Aber 5 Minuten, die einen Tauchurlaub zur schönsten Ausfahrt eines Tauchers werden lassen. Erst als die Haie sich langsam von uns entfernten kommen die ersten Blicke auf Fini und Tauchcomputer. Mit 32er Nitrox am absoluten Limit und 14 Minuten Deko zwingen zur Rückkehr. Welche aber durch die Erinnerung an das Erlebte ruck zuck abgesessen waren. Dieser Tauchgang – der absolute Oberknaller. Und die Stimmung war wieder „Bombe“.




Es folgte noch ein Landgang auf den Leuchtturm am Sanganeb-Riff mit toller Aussicht. Und am letzten Tauchtag noch zwei Tauchgänge an der Umbria. Ein mit Munition und Weinflaschen beladenes Wrack aus dem zweiten Weltkrieg, gebaut in Hamburg. Der Richtige Spot für Gudruns 400ten Tauchgang.
Mitte der Woche gab es noch etwas Aufregung wegen eines Dekounfalls in der anderen Gruppe. Dank Sauerstoff an Bord und Susis gelegtem Zugang für Infusionen war der Taucher aber bald auf dem Weg der Besserung.
Am letzten Tag an Bord haben wir tatsächlich unsere Pässe wieder erhalten und es wurde dann noch für 2,50€ ein überteuerter Ausflug auf den Markt von Port Sudan mit einem TUKTUK und anschließender Führung auf dem Markt mit gewöhnungsbedürftigem typischen sudanesischen Kaffee angeboten. Der Markt mit den Fleischfachverkäufern ist für uns sehr ungewohnt aber… – ein tolles Erlebnis.
Dann kam wieder die ätzende Rückreise von Port Sudan über Khartum und Dubai nach München. Dienstagmittag waren dann alle froh sich zu Hause auf dem Sofa zu erholen und das Training fiel für alle aus.
Es war wieder eine phantastische Woche, mit noch tolleren Tauchgängen, die sicherlich unvergesslich bleiben.
Vielen Dank an Markus für den ganzen Stress mit der Organisation der Reise.
Weiterhin allen Gut Luft.

Euer Frank

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